Die Zukunft im Blick
Konferenz für eine vorausschauende Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik
© Oleksandr Sushko, Louis Reed, Adi Goldstein, Timon Studler, Dmitry Bukhantsov, Priscilla Du Preez, Robynne Hu, Andrew Keymaster | unsplash.com
Die Zukunft im Blick
Konferenz für eine vorausschauende Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik
27. Dezember 2026
Deutsches Technikmuseum, Berlin
Im Fokus der Veranstaltung stehen die Themen:
Lab-grown Future
In-Vitro-Fleisch ist erst der Anfang: mehr und mehr andere Lebensmittel wie Fisch und Eier, aber auch Materialien wie Leder, Holz oder Diamanten können inzwischen künstlich im Labor produziert werden. Zudem können Prozesse wie Photosynthese unter Laborbedingungen zur Gewinnung von Energie und Kraftstoffen genutzt werden. Wie kann eine Zukunft aussehen, in der Ressourcen in Bioreaktoren gewonnen werden? Welche Risiken bergen die neuen Produktionsverfahren? Und welche Rolle können im Labor erzeugte Materialien, Lebensmittel und andere Produkte bei der Transformation zur klimaneutralen Gesellschaft spielen?
Maritime Landwirtschaft
Schwimmende Farmen, Anbau und Ernte von Algen im Meer oder die Nutzung von Unterwasser-Gewächshäusern: es existiert eine zunehmende Anzahl an Ansätzen und Lösungen, um Lebensmittel nicht mehr nur an Land, sondern auch auf und im Meer anzubauen. Welche Potentiale und Risiken bieten diese Technologien? Welche Umweltwirkungen sind für die Natur zu erwarten – sowohl an Land als auch im Meer?
Autokratien auf dem Vormarsch
In Zeiten globaler Krisen versprechen autoritäre Strömungen einfache Antworten auf die komplizierten Fragen der Gegenwart. Bestehende autokratische Regimes unterstützen sich gegenseitig und befördern die Entwicklung autoritärer Tendenzen auch in demokratischen Gesellschaften. Welche Folgen kann das für die Transformationsbemühungen hin zu Nachhaltigkeit und Klimaneutralität haben? Welche Möglichkeiten hat das Umweltressort, Widerstand gegen diese Entwicklungen zu leisten?
Umweltschutz, Militär und Krieg/-sfolgen
Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind militärische Auseinandersetzungen auch in Europa wieder angekommen. Neben den verheerenden Auswirkungen auf Bevölkerung und Infrastruktur leidet auch die Umwelt und Natur enorm unter militärischen Konflikten – sei es infolge von Kampfhandlungen oder auch durch gezielte Zerstörung. Gleichzeitig gibt es auch im militärischen Bereich zunehmend Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit. Wie kann eine vorausschauende Umweltpolitik diesen Herausforderungen begegnen?
Die Krisengesellschaft
Klimakrise, Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und Wirtschaftskrise – die Liste bedrohlicher Entwicklungen ist lang und berührt nicht nur die Politik, sondern die gesamte Gesellschaft. Diese reagiert ganz verschieden auf die Herausforderungen, sei es mit Resignation, Verdrängung oder neuen Formen des Protests. Welche Kapazitäten zur Bekämpfung der Krisen bleiben, wenn der Druck auf jede:n Einzelne:n stetig zunimmt? Wie kann sich die Gesellschaft dennoch erfolgreich transformieren? Welchen Beitrag kann unter den gegebenen Umständen der arbeitende Teil der Bevölkerung dafür leisten?
Transformation in wirtschaftlich schweren Zeiten
Die Aufgaben, vor denen die globale Gemeinschaft auf dem Weg zur klimaneutralen Welt steht, sind groß und in der Umsetzung oft kostenintensiv. Doch wie kann die Transformation gelingen, wenn die Wirtschaft stagniert, Menschen durch Inflation und steigende Preise weniger Einkommen und Vermögen haben, Unternehmen nicht zuletzt geschwächt durch die Corona-Jahre in Schieflage geraten und Staaten mit schrumpfenden Haushaltsbudgets agieren müssen? Welche Folgen hat eine schwächelnde Wirtschaft auf die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen? Und wie können bestehende Transformationsbemühungen „krisenfest” gemacht werden?
Internet der Zukunft
Auch mehr als ein Jahrzehnt nach der Einführung der ersten Smartphones und der folgenden Entwicklung hin zum mobil nutzbaren Internet entwickeln sich die Technik und das Netz beständig weiter. Neue Endgeräte wie haptische Handschuhe oder Anzüge versprechen in Verbindung mit VR/AR-Technologie das immersive Eintauchen in komplexe Welten, die mit großem Aufwand von Unternehmen entwickelt werden, wie etwa das von Mark Zuckerbergs Meta geplante Metaverse. Zudem verändern Anwendungen auf Grundlage künstlicher Intelligenz, wie Chat GPT oder Midjourney, die Nutzungsmöglichkeiten des Internets rasant. Wie sieht eine Zukunftsgesellschaft aus, in der diese Entwicklungen weit verbreitet sind? Wo bieten diese Entwicklungen neben Umweltwirkungen auch Chancen für positive Effekte auf die Umwelt und den menschlichen Umgang mit der Natur?
Cybersicherheit und Umweltschutz
In einer umfassend vernetzten Welt besteht ein zunehmend großes Risiko, Angriffen über das Internet ausgesetzt zu sein. Diese können von der Verbreitung von Fake News zu politisch aktiven Personen bis zum technischen Lahmlegen ganzer Institutionen, Unternehmen oder Infrastrukturen reichen. Welche Folgen ergeben sich daraus für die Umweltpolitik, und wie können sich solche Attacken auf die Transformationsbestrebungen der Gesellschaft auswirken?
Die Keynotes zur Eröffnung der Konferenz werden Steffi Lemke (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz) und Prof. Dr. Dirk Messner (Präsident Umweltbundesamt) halten.
Wir leben in hochdynamischen Zeiten: neue Technologien wie ChatGPT verändern unsere Gesellschaft, geopolitisch scheinen wir vor einer Neuordnung zu stehen, Teile der Gesellschaft fühlen sich verunsichert. Ziel der Konferenz ist es, mit Ihnen die neuesten umweltrelevanten Entwicklungen herauszufiltern, zu betrachten und zu diskutieren. Die Konferenz richtet sich an Praktiker:innen und Wissenschaftler:innen aus den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit und Zukunftsforschung sowie an alle an Zukunftsthemen interessierten Personen.
Um einen zielgerichteten und intensiven Dialog zu gewährleisten, ist die Teilnehmer:innenzahl auf 130 begrenzt.



















